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  • Cölber Rotweinlauf 14.10.2012 (seine Sicht!)

    Cölber Rotweinlauf 14.10.2012 Review

    Eine lange Vorrede mag ich mir für diesen kurzen Bericht sparen. Daher beginne ich mit meinen Ausführungen gleich am Tag des Geschehens. Es fing damit an, dass ich einen verschlafenen Blick auf meinen Wecker warf. Nein, noch keine Zeit zum Aufstehen. Eine halbe Stunde hatten wir noch. Dann das Typische, das sicher die meisten Menschen kennen: Der zweite Blick auf den Wecker. WAS? Das kann nicht sein! Ein halbe Stunde verschlafen.

    Na, jetzt aber zügig. Also Partnerin geweckt und schleunigst aufgestanden. Frühstück vorbereitet und Handy gecheckt. Ins Bad. Klamotten zusammen gesucht. Frühstück. Zwischendrin immer wieder Blicke auf´s Handy und nach draussen. Wie wird das Wetter wohl werden?

    Nachdem wir dann soweit startklar waren, mit dem Auto der Partnerin zu meinem Erstwohnsitz, um mein Rad und noch fehlende Klamotten (u.a. Armlinge, Handschuhe, Helm…) einzupacken. Es war doch etwas kühler als gedacht.

    Noch lagen wir relativ gut in der Zeit. Also schnell noch ein paar Hübe Luft auf die Reifen des Rads. Wieder einmal ärgerten mich die französischen Ventile. Wer hat diese Dinger bloß erfunden? Man sollte alles mit Autoventilen ausstatten und hätte einige Probleme gelöst.

    Dann mein 29-Zoll Bike ins Auto packen. Zu ihrem Mountainbike dazu. Golf Kombi. Ohne Vorderradausbau nicht lösbar. Darauf hatte ich aber keinen Bock. War ja auch noch gar nicht so richtig wach. Also der Beschluss, dass sie Auto fährt und das Gepäck, so wie ihr Rad zum Startpunkt bringt. Und ich werde mich auf den ca. 7 km querfeldein schon mal warm radeln.

    Warm wurde mir in der Tat. Es ging gut bergauf und ich fühlte mich nicht so ganz fit. Als drei Autos hinter mir auftauchten, dachte ich mir, dass ich denen das Überholen leichter mache, indem ich in den eher seltener befahrenen Feldweg nach rechts abbiege. Hier ging es nicht weniger steil bergan. Dafür würde ich die drei störenden Fahrzeuge loswerden. Dachte ich. Aber die bogen doch wirklich alle drei auch nach rechts ab und blieben mir auf den Fersen bzw. überholten mich bald mit nur geringem Abstand.

    Wenig später parkten sie dann auf dem Feldweg. Kein Grund zur Sorge, es war genug Platz, ich kam vorbei. Es waren Jäger. Nicht schwer zu erkennen. Als ich vorbei pedalierte, erkannte ich einen von ihnen. Es war der hiesige Jagdpächter. Ich kam nicht auf seinen Namen. In der Drehung sprach er mich an. Kein Gruß. Aber der Hinweis, dass ich diesen Weg auf dem Rückweg nicht benutzen sollte. Hier sei jetzt Jagd. Ich versicherte, den Weg nicht für den Rückweg zu benutzen. Das lag ohnehin nicht in meiner Absicht.

    Ich pedalierte weiter und stellte fest, dass ich länger nicht mehr hier war. Der Weg war ausgebessert. Bald war ich wieder auf dem mir besser bekannten Stück und überholte ein paar Wanderer. Ob die auch wussten, dass hier bald geschossen wurde? Dann kam ich an eine Stelle an welcher der Weg ziemlich verstopft war. Grund dafür: Mitten auf dem Weg parkende Autos. Und die dazugehörigen Jäger. Eine noch größere Gruppe, als zuvor. Die besprachen gerade irgendwas. Und ich quetschte mich zwischen den Fahrzeugen hindurch. Relativ eng hier. Eine der größten Gefahren des ganzen Tages, zumindest für mich! Aber zwei Herren grüßen wenigstens. Einen davon kenne ich.

    Schließlich kam ich bei meiner bereits wartenden Gefährtin an. Wir waren sehr knapp an Zeit. Mir war warm. Also noch mal umkleiden und ausrüsten. An der Sporthalle standen Radler und Läufer bereits am Start. Man wartete noch, bis wir uns angemeldet hatten. Alles ging recht schnell und hektisch. Da mir bewusst war, dass es besser war, wenn Radler vor Läufern starteten, tat ich dies.

    Meine bessere Hälfte kam weniger gut los. Ich wartete etwas und hatte somit die ersten Läufer wieder vor mir. Aus dem Ort hinaus versuchte ich wieder die Läufer hinter mich zu bringen. Bei den meisten Fällen gelang dies. Den Streckenverlauf konnte ich mir vorm Start nicht mehr anschauen, aber es deutete alles daraufhin, dass die Strecke der letzten Jahre diesmal rückwärts gefahren und gelaufen wurde.

    Am ersten Berg wartete ich wieder ein wenig auf meine bessere Hälfte. Sie bekam hier mächtige Probleme mit der Schaltung bzw. mit dem Kettenlauf. Schalten nur schwer möglich, da das vordere Kettenblatt in der Tat etwas verbogen ist. Es kam zu ständigen Kettenklemmern und Runterfallern. Da konnte ich nicht viel gegen tun. Als es etwas flacher wird, schaltete ich ihr Bike quasi ohne Belastung auf das kleinste hintere Ritzel. Wir fuhren ein Stück gemeinsam. Es ging zumindest einigermaßen.

    Mich nervte aber das langsame Fahren im Pulk von Läufern. Also überholte ich wieder fast Alle. Um gleich darauf, beim Warten auf meine Süsse, wieder von ihnen überholt zu werden. Dieses Spiel setzte sich noch mehrfach fort. Da ich für diese Witterung zu leicht bekleidet war, war mir kalt. Die Stimmung meiner Begleiterin war leider sehr schlecht. Sie ärgerte sich maßlos über ihr Rad, die ganze Situation und dann auch über die Veranstaltung.

    Ich konnte es nachvollziehen. Auch wenn ich das Ganze etwas anders sah. Ihren Vorschlag, dass ich dann einfach schon mal vorfahren sollte, ignorierte ich größtenteils. Sicher fuhr ich immer mal wieder ein Stück vor ihr. Wartete aber an jeder Verpflegungsstation und auch ein paar anderen Punkten auf sie.

    Der Umgang der Teilnehmer unter- bzw. miteinander war sehr nett. Läufer und Wanderer machten Platz. Radler bedankten sich. Oft wechselte man noch ein paar Worte mehr. Genau so sollte das sein. Nur das Bier, welches ein Kollege meiner Freundin an seinem Gartenzaun deponieren wollte, fanden wir nicht. Schade!

    An den Verpflegungsstationen nahm ich Bananenstücke und Iso-Getränke zu mir. Den Wein probierte ich nicht. Schließlich wollte ich noch heil ins Ziel kommen. An den Ständen war man auch sehr nett. Die Bananenstücke waren recht groß, die Iso-Drinks recht süß. Das sonstige kulinarische Angebot, welches für kleines Geld gab, war vielfältig und bestand u.a. aus Kuchen, Zwiebelkuchen, Würstchen, Pilzpfanne, Bier, Kaffee, Wein und Vielem mehr. Die Strecke war vorbildlich beschildert und markiert. Insgesamt alles passend. Die Leute, welche an den Ständen stehen mussten, taten mir etwas leid. Für diese dürfte es etwas kühl gewesen sein.

    Vor der letzten größeren Steigung im Wald tröstete ich meine Begleiterin ein wenig. Es mangelte ihr nicht an Ausdauer oder Willen. Auch das Material hätte den Streckenrest noch verkraftet. Doch sie hatte sich bereits zu Anfang so sehr geärgert und aufgeregt, dass an diesem Punkt gar nichts mehr ging. Sie hatte mein vollstes Verständnis. Während ich den Berg hoch pedalierte, radelte sie auf der relativ ebenen Straße ins Ziel. Und kollidierte dabei fast mit einem rücksichtlos abbiegenden Kleinbus. Berührt hat sie den Bus sogar. Ob der Fahrer das allerdings mitbekommen hat, ist noch zu bezweifeln. Auf dem Weg zur Arbeit hatte ich kürzlich ein ähnliches Erlebnis. Während ich den Radweg befuhr meine ein Autofahrer diesen überqueren zu müssen. Das er mich nicht bemerkte, dürfte daran gelegen haben, dass er in eine andere Richtung blickte, als er fuhr. Es fehlten definitiv nur wenige Zentimeter zu Krankenhaus oder Schlimmerem.
    Etwas mehr Verständnis und Rücksichtnahme täten uns Allen gut.

    Wir holten uns schließlich unsere Urkunden und die Rotweinfläschchen. Danach verluden wir wieder ihr Rad ins Auto. Sie fuhr damit zum Mittagessen, ich fuhr an den selben Ort, allerdings per Rad. Und merkte auf den letzten Kilometern doch, dass ich schon etwas getan hatte.

    Die Stärkung und Wärme taten sehr gut. Unser Appetit war enorm. In zwei Jahren also gerne wieder. Zumindest meinerseits.


  • Pfingst-Radtour an den Edersee Teil 2

    Die Aussicht von hier auf den See war, erwartungsgemäß, sehr schön. Die Homepage hatte nicht zu viel versprochen. Nach der freudigen Begrüßung der bekannten Leute und ein paar Fotos, machten wir uns ans Einchecken. Die ersten Sorge galt den Rädern. Diese konnten wir ziemlich geschützt hinter dem Haus abstellen. Das Haus präsentierte sich hell und freundlich. Die Ausstattung war nicht besonders komfortabel, aber durchaus der Preisklasse entsprechend. Von daher keine Einwände. Als nächste Aktivität stand erst mal die Körperreinigung und Erholung auf dem Programm.
    Danach starteten wir mittels Auto zum Einkauf von Nahrungsmitteln nach Vöhl. Und auf Wunsch einer Teilnehmerin zur Sperrmauer Richtung Hemfurth. Das Parken kostete uns für die wenigen Minuten an der Mauer satte zwei Euro pro Fahrzeug. Da der Parkplatz ziemlich ungepflegt ist, halte ich das für überteuert. Die sehr angenehmen Ausblicke entschädigten uns ein wenig. Wir überquerten den Damm und ein paar Handyfotos entstanden auch.

    Blick von der Staumauer
    Blick von der Staumauer auf die Wasseroberfläche des Edersees

     

    Blick von der Staumauer auf die Staumauer
    Blick von der Staumauer des Edersees auf die Staumauer des Edersees

    Die andere Seite des Bauwerks ist noch viel touristischer geprägt. Etwas zu aufdringlich für meinen Geschmack. Die Rückfahrt zu unserer Unterkunft gestaltete sich abenteurlich, da wir den langen Weg um den kompletten See nicht nehmen wollten und lieber ein paar Kilometer einsparten. Uns voll und ganz auf die Navigation unserer Mobiltelefone verlassend, war unser Weg wirklich ungewöhnlich.
    Schließlich kamen wir pünktlich zum Abendessen wieder bei unserer Harbshäuser Unterkunft an. Die Speisekarte war zwar nicht gerade exotisch, hob sich aber dennoch etwas von der Masse der gewöhnlichen Speiselokale ab. Hier fand leider nicht Jede(r) etwas für seinen/ihren Geschmack oder Geldbeutel. Mir hingegen hat es gut gefallen und gemundet. Nach dem gemütlichen Beisammensein auf der Terrasse, begaben wir uns zu einem geselligen Spieleabend in eine Art Gemeinschaftsraum. Da dieser Raum direkt an ein paar Schlafräume grenzt, forderte eine Bewohnerin recht früh die Nachtruhe ein. Also beendeten wir den Spieleabend vorzeitig und begaben uns ebenfalls zur Ruhe.
    Die Nachtruhe tat gut, war aber zu kurz. Bereits vor sieben Uhr intonierte die Dame, welche die frühe Ruhe gefordert hatte mehrere Geburtstagsständchen. Sehr laut und sehr schief. Ganz toll!
    Nach den üblichen Taten an einem Morgen in einem Hotel oder ähnlichen Gebäude, begaben wir uns zum Frühstück. Dieses war zwar nicht herausragend, aber vertretbar.
    Nach Zahlen und Auschecken rollten wir bei ähnlichem Wetter auf ähnlicher Strecke wie bei der Anreise unserer Heimat entgegen, nur eben „rückwärts“. Müdigkeit, Schmerzen oder Muskelkater plagten uns kaum. An diesem Sonntag begegneten wir wesentlich mehr aktiven Leuten, als am Samstag. Im Imbiss in Rosenthal kehrten wir auch wieder ein. Diesmal allerdings nur zur Getränkeaufnahme und zum kurzen Ausruhen. Da wir den Rückweg gegenüber dem Hinweg geringfügig veränderten, sparten wir etwa drei Kilometer und trafen am frühen Nachmittag in Heskem ein. Eine wunderschöne Radtour fand dort ihr Ende. Einstimmiges Ergebnis aller Beteiligten: „Wunderbar und jederzeit gerne wieder!“
    Achtung: Es folgen demnächst noch ein paar Fotos.
    Hinweg: 82,5 km
    Rückweg: 79,5 km

    Ich hoffe Euch hat das Lesen so viel Freude bereitet, wie uns das tolle Event. Falls Ihr selbst Lust bekommen habt, selbst mal eine so tolle Tour oder etwas Ähnliches zu erleben, meldet Euch einfach.

    Es grüßt: Peter Michel (Eventtor Marburg)

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