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  • Pfingst-Radtour an den Edersee Teil 1

    Am 26.05.2012 trafen wir uns gegen 9 Uhr an der Kirche in Heskem. Das Wetter sah sehr vielversprechend aus. Um es gleich vorweg zu nehmen, es war durchgehend sehr sonnig. Dennoch nicht zu warm, denn es wehte permanent ein erfrischendes Lüftchen. Wir schwitzten kaum und hatten auch keinen nennenswerten Gegenwind. Dank ausgiebiger Behandlung mit Sonnencreme blieb der Sonnenbrand weitesgehend fern und Dank Radbrille mit dunklen Gläsern wurde ich kaum geblendet. Die Teilnehmerzahl war erwartungsgemäß sehr überschaubar. An solchen Terminen ist das Veranstaltungsangebot sehr groß und manch Eine(n) mag auch die Streckenlänge abgeschreckt haben. Wir hatten einen sehr gemütlichen Start im Ebsdorfergrund. Es war morgens eher noch etwas kühl. Die Radwegbeschilderung bis Roßdorf ist recht genau. Dort hatten wir eine kleine Diskussion über den weiteren Streckenverlauf nach Kirchhain. Nach wenigen Metern kehrten wir mangels weiterer Beschilderung um und nahmen den von mir favorisierten Weg. Dieser führte uns bis kurz vor Mardorf und dann um die Amöneburg herum. Diese Seite der Burg kannten wir bis dahin noch gar nicht. Schließlich kamen wir an der Brücker Mühle vorbei und auf den Radweg, welcher mir bereits von einer anderen Radtour vertraut anmutete.

    Auf dem wirklich sehr schönen Weg trafen wir die ersten anderen Radler. Insgesamt kreuzten am Samstag aber nur wenige Pedalisten und Wanderer unseren Pfad. Am Sonntag waren es hingegen recht Viele. Wenig später rollten wir durch Kirchhain, wo wir unser erstes kleines Päuschen einlegten. Nach erquickender Stärkung ging es nun, auf uns sehr bekannten Wegen, weiter nach Rauschenberg. Bei Gelegenheit möchten wir ein mal den Abzweig nach Himmelsberg erkunden. Die leicht ansteigende Fahrt durch das Wohratal gestaltete sich sehr angenehm und wir folgten permanent der vorbildlichen Beschilderung des Radwegs R6. Kurz vor Rosenthal legten wir eine kleine Pause für menschliche Bedürftnisse ein. In Rosenthal selbst stärkten wir uns im Imbiss direkt am Radweg.

    Nun waren wir bereit für die stärkste Steigung der kompletten Tour. Bevor es nach Willershausen rauf ging, radelten wir an dem Café vorbei, in welchem wir bereits auf unserer Wandertour zur Rosenthaler Kuckuckshütte speisten. Die Steigung stellte kein allzu großes Problem dar, da wir uns für sie, wie auch auf der kompletten Tour, ausreichend Zeit nahmen. Hinter Willershausen folgte ein sehr schönes Stück durch den Wald.

    Auf dem Weg zum Edersee
    Im Wald zwischen Willershausen und Bottendorf

    Nur kurz vor Bottendorf holperte es auf recht forstwirtschaftlich genutzten Wegen ziemlich steil bergab. Natürlich präsentierte sich daraufhin noch mal ein kurzer Gegenanstieg und ein kurzes Bergabstück, bevor es ziemlich eben an Kuhweiden vorbei nach Frankenberg hinein ging. Hier pedalierten wir zügig an einer gepflegten Parkanlage vorbei, welche aber, sicher auch aufgrund des stark frequentierten Pfingstmarktes, ziemlich menschenleer schien. Kurz nach diesem Park herrschte bezüglich des Wegverlaufs innerhalb Frankenbergs ein wenig Verwirrung. Wie wir relativ schnell feststellten, ist die Beschilderung des Radwegs zwar nicht direkt falsch, aber die Pfeile auf den Schildern weisen eindeutig in die falsche Richtung. Bitte liebe Verantwortliche, prüft und ändert das! Wir fanden auf dem richtigen Weg nun über eine Brücke auf die andere Seite der Eder. Über eine weiteres Bauwerk dieser Art erreichten wir wenig später wieder die ursprüngliche Seite und das Pfingstmarktgelände.

    Hier war ein Fahren kaum möglich. Wir schoben unsere Räder durch die Menschenmenge. Bald hatten wir den Trubel hinter uns gelassen und fanden tatsächlich die Stelle zum Einstieg in den Radweg nach Viermünden, welche ich bereits von früheren Touren recht gut kenne. Nahe dieser Stelle trafen wir auf einen Radler-Kollegen, welcher in Richtung Marburg weiter wollte, aber sich aufgrund der wirrigen Beschilderung in Frankenberg nicht zurechtfand. Den Weg konnten wir ihm leider nicht ausreichend gut erklären. Er wollte sich daher anhand der Bundesstraße weiter orientieren. Dieses Vorhaben scheiterte offensichtlich, denn schon wenig später kreuzte er erneut unseren Weg.

    Auf der Brücke von Viermünden hielten wir kurz für eine kleine Verschnaufpause. Von hier oben aus konnte man Fische in dem Gewässer unter uns sehen und einige Leute badeten sogar in dem vermutlich kühlen Fluß und sonnten sich an dessen Ufer. Auch rasteten einige Motorradfahrer nahe der Straße. Bald darauf führte uns der sehr abwechslungsreiche Weg näher an den Edersee. Es war absehbar, dass wir diesen in der von uns gesetzten Zeit erreichen würden. Doch angesichts der bereits gefahrenen Kilometern und der für einige Teilnehmer ungewohnten Leistung schien sich dieses Stück der Tour etwas lang zu ziehen. Während mir persönlich ständig mehr bekannte Details der Strecke begegneten und ich mich glücklich schätzte, bald am Ziel zu sein. Nach mehreren kleinen Päuschen erreichten wir schließlich den Edersee kurz vor Herzhausen.

    Das letzte Stück führte uns auf der Straße an der Südseite des Sees entlang. Hier rasten einige Autos und Motorräder an uns vorbei. Atemberaubend. Erstmalig nahmen wir nicht den linken flachen Abzweig nach Asel-Süd, sondern den rechten Anstieg nach Harbshausen. Gerade noch mal ein schöner Abschluß bis direkt bis zu unserer Unterkunft. Ein Finale genau nach meinem Geschmack.

    Blick von Harbshausen
    Blick vom Hostel in Harbshausen auf den Edersee

    Das Hostel markierte den Ortseingang und war schon deshalb nicht zu verfehlen. Unser Support-Fahrzeug befand sich, samt unserer Support-Crew und leichtem Gepäck, bereits ein paar Stunden am Ziel. Fortsetzung folgt.

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